Judomatte wird zum Nachtlager
13 Nachwuchsjudoka erleben beim ersten selbst organisierten Judo-Camp des TSV Bad Endorf drei abwechslungsreiche Tage
Bad Endorf. Drei Tage Judo, Spiel und Gemeinschaft erlebten 13 Nachwuchsjudoka der Judo-Abteilung des TSV Bad Endorf beim ersten selbst organisierten Judo-Camp in der heimischen Dreifachturnhalle. Vom 1. bis 3. September verbrachten die sieben- bis 13-jährigen Vereinsmitglieder dort gemeinsam zwei abwechslungsreiche Tage und Nächte.
Natürlich stand der Judosport im Mittelpunkt. Mehrmals täglich ging es für die Kinder auf die Matte. Abwechslungsreiche Trainingseinheiten mit Technik, Randori und Spielen sorgten dafür, dass neben dem Lernen und Üben auch der Spaß nicht zu kurz kam. Und selbst vor dem Frühstück wurde es bereits sportlich: Jeden Morgen begann der Tag um 7 Uhr mit einem gemeinsamen Frühsportprogramm.
Doch auch abseits der Judomatte war einiges geboten. Am Dienstagabend kamen zunächst Kinder, Betreuer und Eltern zum gemeinsamen Grillen zusammen. Anschließend machten sich die Nachwuchsjudoka auf zu einer Nachtwanderung. Unter dem Sternenhimmel wurde dabei nicht nur gewandert, sondern auch über die verschiedenen Sternbilder gesprochen – für viele einer der besonderen Momente des Camps.
Am Mittwoch wartete mit einer großen Schnitzeljagd ein weiterer Höhepunkt. Aufgeteilt in zwei Teams machten sich die Kinder auf den Weg durch Bad Endorf und die nähere Umgebung. Dabei galt es, verschiedene Aufgaben zu lösen und ganz nebenbei auch den einen oder anderen bisher unbekannten Platz im eigenen Heimatort zu entdecken. Nach dem langen Marsch waren bei einigen Teilnehmern die Füße bereits etwas müde. Umso größer war die Freude, als das Finale die Gruppen zur Eisdiele führte und sich alle mit einem wohlverdienten Eis stärken konnten.
Am Abend gab es zunächst gemeinsam Pizza, bevor mit einer großen Runde „Werwolf“ noch einmal Spannung aufkam. Das beliebte Rollen- und Gesellschaftsspiel sorgte für viel Freude und einen gelungenen Abschluss des Tages. Geschlafen wurde anschließend – wie schon in der Nacht zuvor – ebenfalls in der Dreifachturnhalle.
Nach einer letzten gemeinsamen Judoeinheit am Donnerstagvormittag hieß es schließlich, Matten und Schlafstätten abzubauen und gemeinsam aufzuräumen, bevor die Kinder von ihren Eltern abgeholt wurden.
Möglich wurde das erste Bad Endorfer Judo-Camp vor allem durch das Engagement vieler Helfer. Die Judo-Abteilung bedankt sich herzlich bei Michael und Jan Menzel für ihren Einsatz als Trainer sowie bei Katharina Bonleitner, die unter anderem das morgendliche Frühsportprogramm übernahm und während des Camps tatkräftig unterstützte. Ein großer Dank gilt außerdem den zahlreichen Eltern und Helfern, die bei der Vorbereitung und Ausgabe von Frühstück und Mittagessen mithalfen. Besonders gut kamen bei den Kindern auch die vielen Obstspenden aus den heimischen Gärten an.
Organisiert und begleitet wurde das Camp von der Judo-Abteilung des TSV Bad Endorf. Nachdem das in den vergangenen Jahren besuchte Judo-Camp in Inzell in diesem Jahr aus organisatorischen Gründen nicht stattfinden konnte, entstand die Idee für eine eigene Veranstaltung in Bad Endorf – und damit für eine sportliche Premiere in der heimischen Dreifachturnhalle.
Text: Veit Streicher
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